Freitag, 20. November 2009

Lanze brechen!

Zwischen Kehrwoche und Wäsche waschen, zwischen Einkaufen und Kochen, zwischen Kinder in die Schule schicken und Hausaufgabenbetreuung habe ich das dringende Bedürfnis hier meinem Ärger Luft zu machen.

Als brave "nur"-Hausfrau und Mutter gehe ich vormittags einkaufen. Somit mache ich die Schlangen vor den Kassen zu Zeiten, wenn die berufstätigen und bezahlten Menschen einkaufen gehen, nicht noch länger. Und da ich versuche meine Arbeit ergonomisch einzuteilen, kaufe ich nicht unbedingt jeden Tag ein, dafür wird es gerne mal etwas mehr. So auch heute morgen um 8 Uhr 30. Das Band war vielleicht so befüllt, dass das Scannen ca. eine Minute gedauert hat. Da ich meine Sachen immer gleich parallel wieder zurück in den Einkaufswagen lege und erst später richtig verstaue, dauert das Kassieren wirklich nur maximal eine Minute länger, als wie wenn ich nur ein oder zwei Produkte kaufe.
Aber eigentlich ist das nebensächlich, ob es eine Minute dauert oder fünf.
Wenn ich hinter mir jemanden sehe, der wirklich wenig im Einkaufskorb hat, dann lasse ich den natürlich gerne vor, vor allem, wenn dieser NICHT frägt um vorgelassen zu werden. Wenn EINER darum bittet vorgelassen zu werden, weil ich es nicht sehe oder so, gerne auch.

Heute haben drei Leute gefragt, drei Männer unabhängig voneinander. Gekauft hat der eine ein Päckchen Zigaretten, der andere eine Flasche Cola, der dritte eine Zeitung. Sachen von denen ich vermute, dass diese für die Frühstückspause gekauft werden. Als der vierte Mann mit ähnlichen Sachen gefragt hat, hatte ich aber wirklich genug. Irgendwann will ich ja auch mal dran kommen. So hab ich das auch gesagt. Antwortet mir dieser "Herr" doch tatsächlich, "manche Leute müssen halt arbeiten"! Bitte? geht es noch? Dann soll er doch auch bitte arbeiten und die Sachen vor anstatt in seiner Arbeitszeit kaufen! Ich arbeite ja schließlich auch, und das sicher nicht weniger hart als er. Leider bekomme ich halt kein Geld dafür!

Ich habe das Gefühl ich gehöre einer aussterbenden Generation an, da ich seit der Geburt meiner Kinder kein Geld mehr verdient habe. Ich sage nicht "nicht mehr gearbeitet" habe, denn das stimmt einfach nicht. Irgendwie geht so gut wie jede Mutter spätestens ab dem Kindergarteneintrittsalter wenigstens stundenweise einer bezahlten Tätigkeit nach. Wohlgemerkt rede ich jetzt nicht von den Eltern, wo es aus finanziellen Gründen absolut notwendig ist.
Ich habe mich bewusst dafür entschieden daheim zu bleiben, wohlweislich, dass es da kein Geld gibt, kein Urlaub, kein Feierabend, keine Krankentage, keinerlei Vorzüge dieser Art. Dafür stehe ich jeden Tag um 5 Uhr auf (wenn es Euch interessiert warum, dann fragt. Ansonsten würde das hier den Rahmen sprengen und gehört auch nicht zum Thema)! Von den Arbeiten, die in einem Haushalt anfallen, brauche ich nichts erzählen, das weiß jeder selber. Dann stelle ich wirklich ungern Marinas Down Syndrom in den Mittelpunkt und will auch keinen Behindertenbonus. Aber es ist nunmal Fakt, es ist ein Mehraufwand (Beispiele gerne auf Nachfrage, da anderes Thema). Ich mache aber alles gerne und würde mit niemanden tauschen wollen.
Abgesehen davon, dass ich gerne "nur" Hausfrau und Mutter bin, finde ich es auch wichtig zu hause zu sein, wenn die Kinder von der Schule kommen. Wenn Benni heimkommt, dann fängt er schon noch unten im Treppenhaus an zu erzählen, was ihn bewegt. Das muss dann sofort raus, nicht erst nach einer Stunde oder so. Weil dann ist es schon "weg", verdrängt. Woher ich das weiß? Manchmal kann ich nicht da sein, wenn Benni heim kommt, weil ich schon mit Marina in irgendeine Therapie muss. Ich versuche natürlich die Termine so zu legen, dass sich nichts überschneidet, kann es aber nicht immer vermeiden. An solche Tagen erfahre ich nichts aus der Schule!
Ich weiß, ich habe es gut, dass ich da sein kann. So manch eine Familie hat keine Wahl. Da will ich auch niemandem was ankreiden. Aber ich habe die Wahl und mich entschieden. Ich wünsche mir nur etwas mehr Toleranz und Respekt gegenüber den Hausfrauen. Auch wir leisten eine wichtige Arbeit und sind nicht weniger wert, als dieMütter, die zwischen Haushalt und Arbeit hin und her pendeln.

So, jetzt geht es mir besser! Jetzt werde ich mir erst noch einmal diesen Beitrag zu Gemüte führen. In Momenten wie diesen brauche ich das. Und den nächsten Mann, der wegen einer Packung Zigaretten vorgelassen werden will, den werde ich mir genau angucken ;-)

Kommentare:

Ursi hat gesagt…

Lass dich umarmen. Bei mir haben auch viele das Gefühl, ich sei eine "nur" Hausfrau. Ich gehe stundenweise arbeiten, aber um 4 Uhr morgens sehen diese Leute das halt nicht...
Ich kann dich verstehen, jede Hausfrau weiss, was wir leisten. Und mit Kindern zu Therapien fahren nimmt auch jede menge Zeit weg.
Sei ganz lieb gegrüsst
Ursi

Breienmaar hat gesagt…

Danke Ute, für diesen eintrag! Ich habe einen sohn mit Asperger syndrom und bin hausfrau, also ich kann mich da ganz güt einfuhlen! Ich habe die selbe ervarungen. Mein deutsch isst nicht so güt aber ich hoffe du verstehst es;-)
liebe grusse aus Holland.
martine

Hiltrud hat gesagt…

Mit deinem Beitrag hast du mir aus der Seele gesprochen. Ich habe zwei Töchter im Grundschulalter und fast keiner versteht das ich gerne "nur" zu Hause bin. Für mich und meine Familie finde ich es einfach wichtig, dass meine Kinder nicht den ganzen Tag außer Haus betreut werden. Mit einer Tochter muß ich auch zu Therapien wegen einer Wahrnehmungsstörung und die sparchlichen Probleme, die sie dadurch hat löst mir keine Nachmittagsbetreuung in der Schule. Ich finde es gut, dass wir die Wahlmöglichkeit haben berufstätig zu sein oder nicht aber leider habe ich im Gefühl, das dem nicht mehr lange so sein wird.
Liebe Grüße Hiltrud

Wollfrosch hat gesagt…

Huhu Ulli,

seitdem Emma und Inge auf der Welt sind, bin ich auch in der klassischen Rolle der Hausfrau und Mutter. Mein Mann und ich sind in der glücklichen Lage, das wir uns das erlauben können. Am Ende des Geldes ist zwar immer noch ein wenig Monat übrig, aber irgendwie hat es bis jetzt noch geklappt. Dafür haben wir auch 6 Jahre auf Kinder gewartet.
Ich bin gerne für meine Familie da und mußte mich auch noch nicht mit irgendwelchen saublöden Kommentaren herumschlagen. Und wenn es dem Herrn zu lange dauert an der Kasse hinter einer Vollzeitmama zu warten, dann soll er sich gefälligst morgens zu Hause die Butterbrotsdose schmieren und dafür selber Sorge tragen, daß er nicht seine Frühstückspause im Supermarkt vertrödeln muß. Das fällt nämlich nicht in Deine Verantwortung, sondern in seine. *grmbl*
Ärgere Dich nicht allzu sehr. Das war ja nur einer. Ich selber bin noch weniger dazu bereit morgens die Leute vorzulassen, weil ich einen knappen Zeitplan habe, wenn die Kinder im KiGa sind. Dann muß das ratzfatz gehen, ansonsten bekomme ich im Haus nicht mehr genug gemacht. Und das ist, verdammt noch mal, eine ganz schön zeitaufwändige Arbeit und weiß Gott nicht immer ein Vergnügen.

LG von Jule

Frau Fröschle hat gesagt…

Als ich Deinen Post las, habe ich mich wirklich geärgert! Nicht über Dich, sondern darüber, daß Du glaubst Dich rechtfertigen zu müssen! Hallo! Du führst ein kleines Familienunternehmen (ist nicht ironisch gemeint) - und damit meine ich noch nicht einmal, daß Du durch Deine süße Tochter einen erheblichen Mehraufwand hast, was ebenfalls nicht der Erklärung bedarf (meine ich jedenfalls).

Nein, sei selbstbewußt, das steht Dir zu!
Kopf hoch meint
Frau Fröschle!

Sandra hat gesagt…

Trotz des doofen Hintergrundes musste ich grad lachen...ich bin auch "nur" Hausfrau, seit die Kinder auf der Welt sind. Und diese Situation im Supermarkt kenn ich nur zu gut. Auch denke ich mir oft, das WE "frei" zu haben, wär auc mal ganz schön...aber wie Du schon sagtest, wir wollen es ja nicht anders:-))

Also in Zukunft--Männer bitte hinten anstellen!!


Grüße
Sandra

Mimi hat gesagt…

Auch von mir alles Liebe an dich! Ich hab zwar keine Kinder, bin auch nicht Zuhause, habe aber absolut keine Nerven für soviel Unverständnis und Wichtigmacherei. Ich weiss nicht wie das bei dir ist, aber hier in Wien gibt es solche "Supermärkte" wo die besonders Wichtigen gut hinpassen. So einen Laden könntest du dem nächsten Schnösel doch empfehlen. viele Grüße, Liz

.BitterSüss. hat gesagt…

Vielen Dank für diese Worte. Ich habe zwar gelesen, du schriebst sie, DEINEM Ärger Luft zu machen.. aaaaaaber du hast sie quasi jeder Mutter von der Seele getippt. Annerkennung wird eine "NUR-Mutter" nicht mehr in dem Maße bekommen, in dem sie es verdient hätte.. nicht mehr heute in unserer verdrehten Gesellschaft.
Umso mehr danke ich dir :)

.BitterSüss. hat gesagt…

vielen lieben Dank für diese Worte.. du hast sie nicht nur dir selbst von der Seele getippt..sondern wohl vielen Müttern..
:)

dreams come true hat gesagt…

Willkommen im Club der Dinosaurier, ich sehe das genauso, dass wir zu einer aussterbenden Spezies gehören. Meine Tochter wird eines Tages gar nicht mehr die Wahl haben. Ich hoffe und wünsche, dass der Einsatz für die Familie auch von dieser immer gewürdigt wird. Meine Kinder sind etwas älter (ab 19 aufwärts) und vieles scheint in Vergessenheit geraten zu sein."Du hast ja nie gearbeitet" oder wenn ich um Hilfe im Haushalt bitte "das kannst Du machen, Du hast ja nichts zu tun" (wir ruhen uns aus vom anstrengenden Studium), sind Aussagen, die mich manchmal fragen lassen, ob ich nicht hätte egoistischer sein sollen.
Alles Gute
Gisela

Anonym hat gesagt…

Oha, das Thema hat mich auch schon öfter beschäftigt.

Leider wird man die Meinung von manchen Leuten nicht ausrotten können, dass Hausfrauen ja den ganzen Tag Zeit haben. Dass das nicht stimmt, und dass Hausfrauen knallharte Arbeit leisten, dass wissen die, die es mal probiert haben.

Ärgere Dich nicht weiter Ulli, blöde Menschen wirds immer geben - und leider trifft man halt hin und wieder direkt auf sie.

Man trifft aber auch auf die anderen - und das darf man nie vergesen - die, die den Beitrag, den die Hausfrau und Mutter ohne Bezahlung für die Gesellschaft leistet, hoch schätzen.
LG
Claudia

Britta´s Blog hat gesagt…

Lass Dir den Tag nicht so verderben, mittlerweile sage ich an der Kasse einfach zu solchen Leuten. NEIN, ich habe auch keine Zeit, auf mich warten zuhause 3 Kinder!! Unverschämt was so manchen Leuten aus dem Gesicht fällt.
Gruss Britta

Anni hat gesagt…

Mir geht es wie Martine.
Asperger.
Der Tag ist immer so schnell herum, und ich habe rund um die Uhr zu tun, auch sehr viele Therapien, viel Fahrzeit, und noch 2 andere liebe Kinder. Schade, daß jeder immer denkt, man hätte doch genug Zeit.
Laß dich gedanklich drücken, doch mittlerweile hast du den Frust sicher überwunden.
Liebe Grüße Anni

Andrea hat gesagt…

Hi Ulli,das kenne ich .
Ich bin auch Hausfrau und Mutter
seit meine Kinder auf der Welt sind.
Und meine jüngste Tochter hat Diabetes da gehts auch zur Schulung,Therapie und sonstigem.
Ich kann mir denken wie es dir geht,manchmal weiß man nicht was man zuerst tun soll.
Scönes Wochenende und liebe Grüße
Andrea

socksstreet hat gesagt…

na dieser Post tut uns Haufrauen mal richtig gut! und hier steht nun schon alles geschrieben.

Ist wirklich blöd, dass wir uns nicht ausreichend anerkannt fühlen. Denn daher kommt ja überhaupt diese Neigung zu Rechtfertigung. Da können wir noch so überzeugt sein, die kleinen Attaken im Alltag nagen dann schon mal an einem.

Lass Dich lieb grüßen
Ute

Anonym hat gesagt…

Hallo Ulli! Ich kann dich sehr gut verstehen, auch ich bin seit Jahren "nur" Hausfrau, bereue es absolut nicht, habe aber auch schon solche Erfahrungen gemacht! Hauptsache die Fam. weiß unsere Arbeit zu schätzen, das ist doch die Hauptsache! Kopf hoch - wir sind selbstbewußte Hausfrauen :-)
Liebe Grüße aus Österreich, Renate

...AnnaRose... hat gesagt…

Hallo Ulli,
ich bin zwar nicht in der gleichen Situation wie Du, aber ich koennte mich immer wieder ueber solche Idioten aufregen. Dem naechsten, der Dir mit "Manche muessen halt arbeiten" kommt, dem sagst Du am besten "Ja, und ich arbeite im Schichtdienst!" Dann steht er naemlich bloed da...

Liebe Gruesse,
Anne

Petra hat gesagt…

Bravo!!
Ich kenne das nur zu genüge. Ich darf mir auch immer von anderen Müttern anhören "Ich muss ja arbeiten, kannst du nicht mal ...
- mein Kind nehmen
- für mich das und das A*di-Schnäppchen besorgen
- den Elternbeirat komplett übernehmen.
Als Lisa noch im Kinderwagen lag, war ich mal mittags bei der Post, da kam eine Tussi und meinte, ich hätte es ja wohl nicht so eilig (mit Blick auf den Kinderwagen) und hat sich einfach vor mich gestellt!
Manche Leute sind einfach mit der Rakete durch die Kinderstube geschickt worden. Leider!
Virtuell breche ich die Lanze mit!
Liebe Grüße
Petra

Dany, die mit den Katzen strickt. hat gesagt…

Ich kenne Deine Gefühle, weiss genau was Du meinst. Bis zu meiner Scheidung war ich auch 13 Jahre "nur" Hausfrau und Mutter. Auch ich habe mir einiges anhören müssen. Ich achte jede Frau die die Kinder nicht zum Fremdbetreuen geben möchte und deswegen Zuhause bleibt. Nie Anerkennung zu bekommen in Form von Geld ist nicht einfach. Man ist abhängig vom Mann, und wenn die Kinder in der Pupertät sind, sind Gemotze und Hässigkeiten an der Tagesordnung. Wenn man dann aber durchhält und weitermacht dann sind später die Kinder dankbar dass Mama Zuhause war und schätzen es auch. Das war bei mir so und ich bin froh dass ich es nie anderst gemacht habe.
Sei stolz auf Dich und was Du leistest! Es kommt tausendfach zurück! Und solche Typen vom Supermarkt werden auch mal älter und (eventuell) gescheiter. Und der hatte sicherlich kein behütetes Zuhause, sonst hätte der Anstand gelernt ;)
Liebe Grüsse
Dany

Reggy hat gesagt…

Liebe Ulli,

ich bin weder Hausfrau noch Mutter sondern arbeite. Trotzdem finde ich, dass alle Mütter und Hausfrauen ein ganz großes Lob verdienen. Zum einen weil sie wirklich sehr sehr viel leisten (denn mal ganz ehrlich, viele Mütter, die ganztags arbeiten, haben dann meist eine Putzfrau, bringen alle Wäsche in die Reinigung oder haben eine Oma, die bei der Kinderbetreuung und im Haushalt mithilft).

Meine Mutter hat sich auch bewusst dazu entschieden "nur" Hausfrau und Mutter zu sein. Sie hat sich auch oft einiges anhören müssen und war dann wütend, frustriert und traurig.

Ich muss sagen, es war toll eine Mama zu haben, die sich dazu entschieden hat, den Beruf für die Kinder aufzugeben. Es war immer jemand da, ich wurde nicht erst um sechs Uhr Abends von einer total müden entnervten Mutter von der Ganztagesbetreuung abgeholt, die beim kleinsten bisschen Lärm oder Erzählen-wollen aus der Haut gefahren ist (wie bei vielen meiner Freundinnen erlebt), usw.

Menschen, die so doofe Kommentare abgeben wie der Herr heute morgen, sollten meiner Meinung nach mal für ein paar Tage mit einer Mutter/Hausfrau tauschen, ich glaube danach hätten sie keine blöden Sprüche mehr auf Lager.

Ganz liebe Grüße
Karin

Reggy hat gesagt…

Ich bin weder Hausfrau noch Mutter sondern arbeite.

Meiner Meinung nach gehört aber jeder Hausfrau und Mutter ein dickes Lob ausgesprochen, denn sie leisten wirklich viel mehr als manch anderer in seinem/ihrem Job.

Meine Mutter hat sich damals auch entschieden, für mich und meinen Bruder zu Hause zu bleiben. Und ich bin ihr sehr sehr dankbar dafür. Ich hatte immer jemanden, zu dem ich gehen konnte, ich wurde nie von meiner total entnervten, müden Mutter abends um sechs aus der Ganztagesbetreuung abgeholt, die wegen der kleinsten Sache aus der Haut gefahren ist (das habe ich bei vielen Freunden erlebt).

Meine Mutter musste sich auch viele gemeine und verletzende Kommentare anhören. Sie hat immer zu mir gesagt: "Diese Menschen sollten einmal mit einer Hausfrau/Mutter tauschen, nur für eine Woche und dann will ich sehen, ob sie immer noch so denken."

Ich bin mir sicher, sie würden es nicht!!

Ärger dich nicht über so einen blöden Spruch, die Hauptsache ist, dass deine Familie weiß, was sie an dir hat und ich bin mir sicher, dass dir deine Kinder später sehr dankbar sein werden!

Ganz liebe Grüße
Karin

junglemama hat gesagt…

es ist ja interessant das egal in welchem land man wohnt hoert man das gleich.... so schade als nur mutter arbeite ich mehr und muss mehr mit meinem kopf grubeln als ich je in meiner arbeit gemacht habe. es is schwere arbeit aber gut gesagt macht es auch ein gutes gefuel(nicht immer!) aber in meiner meinung ist es sehr sehr wichtig. ich wuerde es so gern haben wenn es geschaetz waere vin medien... leute....

danke

Suse hat gesagt…

Ach ja, Mütter.... *seufz*. Ehrlich, wir haben es nicht leicht. Zwei Jungs mit ADHS halten einen tagtäglich auf Trab. Und seitdem ich nach 13jähriger Berufspause wieder arbeite, sehe ich auch die andere Seite. Hieß es zuvor, ich sei ja "nur" Hausfrau und Mutter (und wie habe ich es gehaßt, wenn mir jemand sagte, dass meine ganze Ausbildung ja "umsonst" war *grrrrr*!!!), heißt es nun: "Kein Wunder, dass die Kinder so sind, wenn die Mutter arbeitet und den ganzen Tag außer Haus ist!". Zum Reihern. Und noch mehr ärgert es mich dann, wenn ich anfange, mich dafür zu rechtfertigen. Verflixt noch mal, wozu müssen wir uns denn sowas anhören? Recht hast Du! Lass´ ihn raus, den Unmut - schade nur, dass diesen Post wahrscheinlich eh´ überwiegend diejenigen lesen, die die Problematik kennen.
Lass´ Dich nicht unterkriegen!
Liebe Grüße
Suse

Blacklab hat gesagt…

Ich glaube da sprichst Du vielen Frauen die angeblich "nur" Hausfrau sind aus der Seele.

Wie oft ich mir auch schon habe anhören müssen, das ich doch wohl wieder arbeiten gehen sollte, als der Große in den Kindergarten kam, oder jetzt das ich sicher wenn der Kleine soweit ist doch wieder arbeiten solle......

Eine Dame war sogar der Meinung, das es wohl in der heuttigen Zeit selbstverstänldich sei, das men jeden Job machen könne, schließlich gebe es ja genug Fremdbetreumöglichkeiten:

Hallo??
Wozu habe ich Kinder, damit andere die Erziehen und Versorgen??

Es ist einfach schön jemanden zu sehen, der sich den scheinbar Luxus leisten kann und eben daheim ist für seine Kinder da ist.

Ich habe mich entschieden zu Hause zu arbeiten, weil es die einzige Möglichkeit ist für mich, das nötige Geld zu verdienen aber gleichzeitig genug Zeit für die Kinder zu haben.

Und auch wenn Du keinen Bonus magst ;)
Was Du für Deine Marina machst, dazu kann ich einfach nur sagen HOCHACHTUNG!!

Das schafft nicht jeder.....

Herzlich
Diana

Susi Knitchicks hat gesagt…

Woher kommt eigentlich die Weisheit, dass NUR-Hausfrau kein Vollzeitjob, ja sogar ein 24h Job ist?

Du bist Mutter, Seelenklempnerin, Köchin, Waschfrau, Chauffeur, Näherin, Einkäuferin, Ehefrau, Putzfrau, Freundin, Kinderfrau, Krankenschwester,.. ein normaler Mensch würde das nie im Leben in 8 Std. packen können :)

Anonym hat gesagt…

Ich verstehe Dich sehr gut in allen Punkten.
Bin selbst zwar berufstätig, mit der Geburt unseres ersten Kindes wird sich für mich aber auch einiges ändern.
Ich hätte mir gewünscht, dass ich selbst entscheiden könnte, ob ich Vollzeithausfrau und Mutter oder Teilzeitberufstätige und Mutter werden möchte. Die Familienpolitik unseres tollen Staates läßt da kaum Freiräume. Und wie schaut es in der Gesellschaft aus? - Teilzeitberufstätige bekommen schlechtes Gewissen gemacht, dass sie sich nicht gut genug um ihre Kinder kümmern würden, und Hausfrauen wird unterstellt, dass sie auf der faulen Haut liegen und sich auf den "Versorger" verlassen.
Ich würde gerne Teilzeit arbeiten gehen, für mich, und die andere Zeit mich intensiv um meine Kinder kümmern. Aber es gibt ja keine Krippenplätze und der AG rollt die Augen, wenn man die Elternzeit voll in Anspruch nimmt.
Mehr Unterstützung, Respekt und Toleranz auf allen Seiten wären schön!

Anonym hat gesagt…

liebe ulli,
auch ich bin "vollzeitmama" da mein mann und ich uns bewusst für dieses familienmodell entschieden haben. denn ich selbst hatte auch den "Luxus" eine mutter zu haben, die mich nach der schule mit essen und offenen ohren empfangen hat...für mich war es der schönste luxus den ich hatte und genau aus dem grund wollt ich das meinen kinder auch schenken.
auch ich muss mir öfter anhören ich würde es mir fein machen, da ich ja "nur daheim sitz" und nix tu. ein wenig mehr respekt und anerkennung wäre schön.
muss aber auch sagen das andere wiederrum frauen verurteilen die trotz kinder arbeiten gehen.....ich bin der meinung jeder sollte so leben, wie er sich am wohlsten damit fühlt (oder wie es manchmal der geldbeutel verlangt), denn menschen sind verschieden, und jeder soll den anderen respektieren
liebe grüsse und kopf hoch du bist nicht allein mit deinem ärger

Sonja hat gesagt…

Schön das Du Dir hier mal Luft gemacht hast. Es ist eine Unverschämtheit was dieser Mann da zu Dir gesagt hat.
Das Thema "nur" Hausfrau begleitet mich auch schon sehr lange, allerdings bin ich mittlerweile so frei das ich zu jedem (dummen) und überflüssigen Kommentar sagen kann...ich genieße es Hausfrau zu sein, und ich bin froh das es bei und auch möglich ist das ich zuhause bleibe. Abgesehen davon geht das auch niemanden was an, leider meinen aber sehr viele dazu Ihre Meineung äußern zu müssen, egal ob man sie hören will oder nicht.
Da meine Kinder ja schon relativ groß sind wird schon des öfteren nachgefragt ob und wann ich denn wieder arbeiten gehe, da scheinen sich die anderen viel mehr Gedanken darüber zu machen wie ich......wirklich unglaublich.
Sehr schön finde ich Dein Beispiel mit Benni, auch bei uns "muß" vieles gleich beim heimkommen erzählt werden und genau das sind die Momente, wo ich besonders froh und glücklich bin "nur" Hausfrau sein zu dürfen. Und wie toll Du das mit Deinen beiden machst das kann man hier in jedem Beitrag sehen und lesen wo die beiden zu sehen sind, also sei Stolz auf Dich und Deine zwei Kinder und lass die Leute Reden!

Alles Liebe
Sonja

Sonja hat gesagt…

Ulli, ärgere Dich nicht. Wenn Dir nächstes Mal jemand sagt "andere Leute müssen halt arbeiten", erwiderst Du einfach "Ach, Sie auch?" :-) Das sind Männer, die wissen nicht, was Arbeit ist :-)
Liebe Grüße
Sonja

Birgit hat gesagt…

Hallo Ulli, lass Dich bitte nicht wo so blödsinnigen Äußerungen ärgern. Der Typ hatte doch nur keinen Bock zu warten - unhöflicher Doofmann, der!!! Die Wertschätzung nicht berufstätiger Hausfrauen und Mütter ist sehr gering. Sehr eigenartig, war's doch früher eher so, dass es abschätzig beäugt wurde, wenn die Mutter arbeiten ging.
Alles Quatsch, wenn Du mich fragst. Ihr habt Euch so entschieden - und das ist sicher gut so.
Liebe Grüße und demnächst besonders viel einkaufen und alle warten lassen und hoffen, dass die Papierrolle ausgeht oder die Kassiererin einen Preis nachfragen muss oder Du die Kreditkarte vergessen hast und alles storniert werden muss oder andere saumäßige Gemeinheiten ;-)))
Birgit

Rosenfee hat gesagt…

Oh ja!Ich bin auch eine "nur Hausfrau" das gern,sehr gern.
In der Schule wird mein Sohn manchmal doof angemacht:"Deine Mutter hat ja nicht mal Arbeit"!
Mein Mann arbeitet und ich darf zu Hause bleiben und bin sehr glücklich damit.Dies ist ein einmaliges Geschenk,für mein Kind da zu sein,wenn es von der Schule kommt.Ich hatte das als Kind nicht!
Ganz liebe Grüsse für dich
Patricia

sternensucherin hat gesagt…

Eigentlich schade, dass Frauen solche Beiträge noch schreiben müssen. Denn eigentlich sollte es mittlerweile doch selbstverständlich sein, dass Frauen "die Wahl haben".

Ich gehöre zu den Frauen, die gerne Karriere machen möchten, aber auch gerne Kinder haben wollen. Bisher habe ich noch keine. Aber ich bin froh zu wissen, dass - sollte ich meine beruflichen Ziele doch ändern - jederzeit die Wahl habe. Aber die Wahl habe ich letztendlich nur, wenn mein Partner genug Geld verdient. Hoffen wir, dass dies der Fall sein wird.

Genieße es, dass du das Privileg hast "die Wahl" zu haben. Und ärgere dich nicht über solche dummen Aussagen. Sei stolz darauf, dass du dich nicht schlecht fühlst, weil du "nur Hausfrau" bist. Denn du musst dir in einigen Jahren nicht vorwerfen, dass du die Zeit mit deinen Kindern "verloren" hast. Dir wird nicht irgendwann klar, dass du diese Zeit nicht mehr nachholen kannst. Und warum? Weil du "die Wahl" hattest und dich für ein Familienleben entschieden hast!! Sei stolz darauf - deine Kinder werden dir immer dankbar sein.